OpenText eDiscovery Aviator’s Flex: Verwandeln Sie Prompts in zuverlässige Rechtsinformationen

Das Interesse an GenAI wächst. Innerhalb eines Jahres hat sich der Einsatz der Technologie in der Rechtsbranche nahezu verdoppelt – von 14 % im Jahr 2024 auf 26 % im Jahr 2025.[1] Rechtsabteilungen erkennen zunehmend, dass GenAI juristisches Fachwissen nicht ersetzt. Vielmehr unterstützt die Technologie dabei, dieses effizienter, konsistenter und sicherer auf umfangreiche Dokumentensätze anzuwenden.

Juristen wissen meist genau, welche Antworten sie suchen: Was ist passiert? Wer wusste was – und wann? Welche Dokumente stützen oder widerlegen eine Position? Wo finden sich relevante Verpflichtungen, Risiken oder Zugeständnisse?

Die Herausforderung besteht nicht darin, diese Fragen zu formulieren. Entscheidend ist, sie in einen Prompt zu übersetzen, der über den gesamten Fall hinweg konsistente und belastbare Ergebnisse liefert.

Bislang wurde GenAI in Rechtsabteilungen überwiegend für vordefinierte Aufgaben eingesetzt. Doch was wäre, wenn Sie nicht länger auf diese Vorgaben beschränkt wären, sondern Ihren Daten genau die Fragen stellen könnten, die für Ihren Fall relevant sind? Und wenn Sie Ihren Dokumentensatz so gezielt oder so umfassend analysieren könnten, wie Sie es benötigen  – genau dann, wenn Sie die Informationen brauchen?

Werfen wir einen Blick auf die Herausforderungen und darauf, wie Flex von OpenText eDiscovery Aviator sie löst.

Prompt Engineering – einfacher als gedacht

Die wachsende Bedeutung des Prompt Engineerings im Umfeld von eDiscovery-Lösungen könnte den Eindruck vermitteln, dass Juristen zunächst zu Prompt-Experten werden müssen, um GenAI effektiv einsetzen zu können. Das ist jedoch nicht der Fall.

Was Rechtsabteilungen brauchen, ist kein Spezialwissen über Prompt Engineering. Sie benötigen einen einfachen, nachvollziehbaren und wiederholbaren Weg, ihre juristischen Fragestellungen in eine effektive KI-gestützte Analyse zu übersetzen – und Dokumente flexibel in natürlicher Sprache auszuwerten, ohne an einen starren Workflow gebunden zu sein.

Genau das gehört bereits heute zum juristischen Alltag. Rechtsabteilungen prüfen Dokumente, um relevante Sachverhalte zu ermitteln. Sie extrahieren Fakten, rekonstruieren Ereignisse, identifizieren Schlüsselpersonen, bewerten Sachverhalte, prüfen Fallhypothesen, analysieren vertragliche Verpflichtungen, bewerten Risiken und erstellen Zeitabläufe. Im Kern geht es immer darum, Informationen strukturiert aus Dokumenten zu gewinnen.

Ob dies durch manuelle Dokumentenprüfung, Stichwortsuche, technologiegestützte Verfahren oder eine Kombination dieser Ansätze geschieht, ist dabei zweitrangig. Neu ist nicht die Aufgabe selbst, sondern die Möglichkeit, dieselbe Fragestellung konsistent auf einen definierten Dokumentensatz anzuwenden und die Ergebnisse strukturiert zu erfassen.

Ein leeres Eingabefeld allein reicht dafür jedoch nicht aus. Der eine Anwalt liefert ausführliche Hintergrundinformationen und erwartet eine klar strukturierte Antwort. Ein anderer stellt dieselbe Frage deutlich kürzer und erhält möglicherweise ein anderes Ergebnis. Wieder ein anderer entwickelt einen wirkungsvollen Prompt, der anschließend in persönlichen Notizen oder einer einmaligen Interaktion verschwindet.

Das ist Experimentieren – aber noch kein reproduzierbarer juristischer Arbeitsablauf.

Verwenden Sie Flex für vorgefertigte oder benutzerdefinierte Prompts

Mit der kürzlich eingeführten Flex-Funktion von OpenText eDiscovery Aviator können Anwender benutzerdefinierte KI-Prompts für beliebige Dokumentensätze ausführen und die Ergebnisse direkt in einem benutzerdefinierten Textfeld der Datenbank speichern. Im Gegensatz zu den vordefinierten Aviator-Funktionen gibt Flex Rechtsabteilungen die Freiheit, genau die Fragen zu stellen, die für ihren Fall relevant sind. Gleichzeitig werden die KI-generierten Erkenntnisse dauerhaft gespeichert, bleiben durchsuchbar und stehen dem gesamten Team für Prüfung, Berichterstellung und Prozessvorbereitung zur Verfügung.

Flex eignet sich für kontrollierte, wiederholbare Analyseaufgaben wie Dokumentenzusammenfassungen, Sachverhaltsdarstellungen oder strukturierte Extraktionen. Rechtsanwälte müssen sich dafür nicht in einen immer umfangreicheren Katalog von Prompt-Techniken einarbeiten, nur um herauszufinden,

  • wann ein Dokumenteninhaber von einem Ereignis Kenntnis erlangt hat,
  • ob sich die Kommunikation auf ein bestimmtes Projekt oder eine Vereinbarung bezieht,
  • welche Dokumente Eingeständnisse oder Widersprüche enthalten,
  • wo Formulierungen zu Vertragskündigungen oder Haftungsfreistellungen vorkommen,
  • in welchen Dateien personenbezogene Daten oder potenziell privilegierte Informationen enthalten sind oder
  • welche Ereignisse in eine Chronologie aufgenommen werden sollten.

Anstatt eine Vielzahl spezialisierter Tools für einzelne Nischenanwendungen einzusetzen, bietet Flex eine zentrale Lösung mit nahezu unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten. Dieselbe Funktionalität unterstützt unterschiedliche Formen der juristischen Analyse, darunter:

  • frühzeitige Fallbewertung
  • individuelle Relevanz- und Sachverhaltskodierung
  • Entwicklung von Fallstrategien
  • Vertragsanalyse
  • Untersuchungen
  • Auskunftsersuchen betroffener Personen
  • Untersuchungen von Datenschutzverletzungen

Es geht nicht darum, dass jeder Fall alle diese Anwendungsfälle erfordert. Entscheidend ist vielmehr, dass Rechtsabteilungen ihre Analyse an die Anforderungen des jeweiligen Falls anpassen können, anstatt sich an einen vorgegebenen Workflow ihrer eDiscovery-Lösung halten zu müssen.

Rechtsteams investieren häufig viel Zeit, um Prompts so zu verfeinern, dass sie beispielsweise bestimmte Risikokategorien identifizieren, Ereignisse in einem einheitlichen Format extrahieren oder zwischen Dokumenten unterscheiden, die einen Vertrag lediglich erwähnen, und solchen, die konkrete Verpflichtungen daraus behandeln. Sobald ein Prompt zuverlässig funktioniert, sollte das Team ihn nicht jedes Mal neu erstellen müssen.

Der eigentliche Wert eines Prompts entsteht erst, wenn er mehrfach genutzt werden kann. Eine aussagekräftige KI-Antwort ist nur der Anfang. Bleibt sie im Chatfenster, wird in eine E-Mail kopiert oder verschwindet in den Notizen eines Anwalts, geht ein Großteil ihres Nutzens für das Unternehmen verloren. Die Ergebnisse lassen sich dann nicht ohne Weiteres durchsuchen, vergleichen, teilen, filtern oder in die umfassendere Dokumentenprüfung einbeziehen.

Mit Flex können Rechtsabteilungen nicht nur Fragen in natürlicher Sprache stellen, sondern auch benutzerdefinierte Prompts für ausgewählte Dokumente erstellen und ausführen. Die Prompts lassen sich innerhalb desselben Projekts speichern und wiederverwenden. Die Ergebnisse werden direkt in einem benutzerdefinierten oder bestehenden Textfeld abgelegt und stehen so für die weitere Prüfung zur Verfügung. Flex unterstützt Rechtsabteilungen dabei, Informationen strukturiert und konsistent zu erfassen. Damit gehen die Ergebnisse weit über klassische Ad-hoc-Prüfungsnotizen hinaus und wichtige Sachverhalte können bereits früh im Prüfungsprozess mit einer „roten Flagge“ gekennzeichnet werden.

Mit Flex lassen sich Ergebnisse in benutzerdefinierten Feldern speichern, die den analysierten Dokumenten direkt zugeordnet sind. Ein Feld wie „Custodian Awareness“ kann beispielsweise zusammenfassen, welche Informationen ein Dokument darüber enthält, was eine Person wann wusste. Ein Feld „Contract Reference“ kann festhalten, ob und in welchem Zusammenhang eine bestimmte Vereinbarung behandelt wird. Ein Feld „Risk Indicator“ kann Formulierungen identifizieren, die auf potenzielle rechtliche, regulatorische, finanzielle oder reputationsbezogene Risiken hinweisen.

Sobald die Ergebnisse in einem Feld gespeichert sind, stehen sie strukturiert und dauerhaft zur Verfügung. Prüfer können sie direkt neben dem jeweiligen Dokument einsehen. Teams können die Informationen über bewährte Workflows durchsuchen, sortieren, filtern, in Berichten auswerten und exportieren. So bleiben die gewonnenen Erkenntnisse auch für spätere Prüfungen, die Vorbereitung von Zeugenaussagen und die Entwicklung der Fallstrategie verfügbar.

Genau das unterscheidet eine einmalige GenAI-Antwort von wiederverwendbaren Fallinformationen.

Flex verlangt von Rechtsabteilungen nicht, ihre Arbeitsweise neu zu erfinden. Vielmehr baut die Funktion auf den Analysen auf, die sie bereits heute durchführen – dem Extrahieren von Fakten, Ereignissen, Personen, Themen, Risiken und Zusammenhängen aus Dokumenten. Flex hilft dabei, diese Arbeit mithilfe von Prompts strukturierter, wiederholbar und dauerhaft nutzbar zu machen.

Das ist die Stärke von Flex in OpenText eDiscovery Aviator. Sie erhalten die Flexibilität, den Umfang des Dokumentensatzes selbst festzulegen und genau die Fragen auszuwählen, die Aviator zu Ihren Daten beantworten soll.

Ein GenAI-Tool, nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Ihre Erkenntnisse zu strukturieren. Geben Sie Ihren Prompt ein. Definieren Sie den Dokumentensatz. Aviator übernimmt den Rest.

Erfahren Sie, wie OpenText eDiscovery Aviator Unternehmen und Anwaltskanzleien dabei unterstützt, GenAI für Fallstrategien, Dokumentenprüfungen und Untersuchungen effektiv einzusetzen.

Flex verlangt von Rechtsabteilungen nicht, ihre Arbeitsweise neu zu erfinden. Stattdessen greift die Lösung die Analysen auf, die sie bereits heute durchführen – das Extrahieren von Fakten, Ereignissen, Personen, Themen, Risiken und Zusammenhängen aus Dokumenten. Mithilfe von Prompts lassen sich diese Analysen strukturierter, konsistenter und wiederverwendbar gestalten.

Genau darin liegt die Stärke von Flex in OpenText eDiscovery Aviator. Die Funktion bietet maximale Flexibilität: Sie bestimmen selbst, welchen Dokumentensatz Sie analysieren und welche Fragen Aviator beantworten soll.

Ein GenAI-Tool, nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Ihre Erkenntnisse zu strukturieren. Formulieren Sie Ihren Prompt. Definieren Sie den Dokumentensatz. Aviator übernimmt den Rest.

Erfahren Sie, wie OpenText eDiscovery Aviator Rechtsabteilungen und Anwaltskanzleien dabei unterstützt, GenAI für Fallstrategien, Dokumentenprüfungen und Untersuchungen effektiv einzusetzen

Andy Teichholz

Andy Teichholz is Director, Product Marketing and Legal Industry strategy for the Legal Tech business unit at OpenText. Andy has more than 25 years of experience as a litigator, in-house counsel, consultant, technology provider and marketer. Andy is focused on helping businesses succeed with digital transformation. In this capacity, he has served as a trusted advisor to customers by leveraging his business acumen, industry experience, and technical knowledge to advise on information governance and eDiscovery issues as well as support complex litigation and regulatory investigations.