Innovation in der Praxis: Warum Bosch sich für einen zukunftsorientierten Partner für Legal Technology entschieden hat

Bei Bosch treibt Innovation jede Entscheidung voran – von den entwickelten Produkten bis hin zu den ausgewählten Partnern. Getreu der Philosophie „Technik fürs Leben“ weiß Bosch, wie wichtig es ist, mit einem Anbieter von Legal-Technology-Lösungen zusammenzuarbeiten, der das gleiche Engagement für kontinuierliche Verbesserung teilt.

In einem aktuellen Gespräch mit OpenText gab Franziska Fuchs, Vice President eDiscovery bei Bosch, Einblicke in die Anforderungen ihres Teams bei der Auswahl eines Partners für Legal Technology und die damit verbundenen Services.

Sie erläuterte, welche Werkzeuge und Unterstützungsleistungen dazu beitragen, die Effizienz zu steigern, strategische Beratung zu ermöglichen und gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten zu behalten. So können Entscheidungen schneller und fundierter getroffen werden.

Juristische Angelegenheiten, insbesondere komplexe und risikoreiche Rechtsstreitigkeiten, erstrecken sich häufig über Jahre statt über Monate. Für Unternehmen, die mehrere Verfahren gleichzeitig in unterschiedlichen Rechtsräumen verwalten, ist die Stabilität ihres Legal-Technology-Partners daher von entscheidender Bedeutung.

Man muss einen sehr zuverlässigen Partner finden – jemanden, der vom ersten Tag an während des gesamten Prozesses an Ihrer Seite steht und kontinuierlich liefert. Er darf sich niemals Fehler leisten. Genau diese Art von Beziehung suchen wir.

Franziska Fuchs, VP eDiscovery, Bosch

Bei der Auswahl eines Legal-Technology-Partners berücksichtigen zukunftsorientierte Rechtsabteilungen großer Unternehmen wie Bosch unter anderem:

  • Finanzielle Stabilität und langfristige Marktpräsenz: Wird der Anbieter Ihre geschäftskritischen Systeme auch in drei Jahren noch unterstützen?
  • Kontinuierliche Innovations-Roadmap: Kann er eine nachweisbare Historie sinnvoller Plattformverbesserungen vorweisen?
  • Skalierungsfähigkeit: Kann er mit den Anforderungen Ihres Unternehmens mitwachsen?

Ein Partner, der sich Ihrem langfristigen Erfolg verpflichtet fühlt, liefert nicht nur Lösungen für die Herausforderungen von heute. Er antizipiert auch die Anforderungen von morgen und schafft flexible Rahmenbedingungen, um auf neue regulatorische Vorgaben und geschäftliche Anforderungen reagieren zu können.

Sprachbarrieren in globalen eDiscovery-Projekten mit maschineller Übersetzung überwinden

Für weltweit tätige Hersteller wie Bosch überschreiten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig Sprachgrenzen. Traditionelle Übersetzungsmethoden verursachen kostspielige Engpässe und verzögern die Bewertung wichtiger Sachverhalte.

Moderne Technologien zur maschinellen Übersetzung verändern diese Situation grundlegend, indem sie:

  • Übersetzungskosten im Vergleich zu menschlichen Übersetzungsdiensten um bis zu 80 % reduzieren
  • Review-Zeiträume von Wochen auf Tage verkürzen
  • Terminologie über verschiedene Dokumente hinweg standardisieren
  • Ein Echtzeitverständnis fremdsprachiger Dokumente ermöglichen

Die innovativsten eDiscovery-Plattformen integrieren leistungsfähige maschinelle Übersetzungen direkt in ihre Lösungen. Dadurch können Review-Teams bereits die erste Durchsicht sprachübergreifend durchführen, ohne ihre Arbeitsabläufe zu unterbrechen oder zusätzliche Werkzeuge einsetzen zu müssen.

„Sie können Ihr gewohntes Reviewer-Team einsetzen, zumindest für die erste Prüfung. Wenn Sie dann feststellen, dass ein Sachverhalt für eine maschinelle Übersetzung zu komplex oder zu nuanciert ist, benötigen Sie einen Prüfer, der die Sprache tatsächlich beherrscht.“

Franziska Fuchs, VP eDiscovery, Bosch

Sie können Ihr gewohntes Reviewer-Team einsetzen, zumindest für die erste Prüfung. Wenn Sie dann feststellen, dass ein Sachverhalt für eine maschinelle Übersetzung zu komplex oder zu nuanciert ist, benötigen Sie einen Prüfer, der die Sprache tatsächlich beherrscht.

Strategische Vorteile durch Early Case Assessment

Gute rechtliche Entscheidungen basieren auf frühzeitig verfügbaren und verwertbaren Erkenntnissen. Effektive Early-Case-Assessment-(ECA)-Werkzeuge helfen internen Rechtsteams nicht nur dabei, Informationen zu organisieren, sondern auch Muster zu erkennen, die die Fallstrategie beeinflussen.

Je mehr Informationen man hat, desto besser wird die Entscheidung wahrscheinlich sein. Alles, was diesen Entscheidungsprozess unterstützt, ist hilfreich.

Franziska Fuchs, VP eDiscovery, Bosch

Mit modernen Visualisierungstools können Rechtsteams:

  • Kommunikationsmuster analysieren
  • Auffälligkeiten in der Kommunikation oder Dokumentenerstellung identifizieren
  • Technische Erkenntnisse in verständliche Formate für Fachbereiche und Management übersetzen

ECA verwandelt juristische Daten in wertvolle Geschäftsinformationen und stärkt die Rolle der Rechtsabteilung als strategischer Partner innerhalb des Unternehmens.

Mehr als nur eine Plattform: Warum menschliche Expertise weiterhin zählt

Selbst die beste Legal Technology benötigt die richtige Unterstützung. Die Menschen hinter einer Lösung können den Unterschied zwischen reibungslosen Abläufen und dauerhafter Frustration ausmachen.

Achten Sie auf Partner, deren technische Teams:

  • Fertigungsspezifische Terminologie und Prozesse verstehen
  • Schulungen anbieten, die auf unterschiedliche Nutzerrollen zugeschnitten sind
  • Flexible Supportzeiten bereitstellen, die globalen Geschäftsabläufen entsprechen
  • Kreative Problemlösungsfähigkeiten zeigen, statt lediglich Standardprozessen zu folgen

Auch die kulturelle Passung ist entscheidend. Partner, die eine ähnliche Innovationskultur teilen, helfen dabei, Herausforderungen proaktiv zu lösen, anstatt lediglich auf Supportanfragen zu reagieren.

Spezialisierte Expertise für komplexe Fertigungsverfahren

Komplexe Rechtsstreitigkeiten in der Fertigungsindustrie beinhalten häufig technische Spezifikationen, Konstruktionsunterlagen und branchenspezifisches Wissen, das weit über die klassische juristische Prüfung hinausgeht.

Professionelle Untersuchungsteams mit spezialisiertem Fachwissen werden daher zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor für die frühe Fallbewertung und Strategieentwicklung.

Der ideale Legal-Technology-Partner bietet Zugang zu:

  • Technischen Spezialisten mit Verständnis für Fertigungsprozesse und technische Dokumentation
  • Erfahrenen Ermittlern und Analysten, die relevante Muster erkennen können
  • Juristischen Experten, die technische Erkenntnisse in belastbare Fallstrategien übersetzen

Solche multidisziplinären Teams verarbeiten Informationen nicht nur – sie gewinnen daraus Erkenntnisse, die die weitere Ausrichtung eines Falles maßgeblich beeinflussen.

Early Case Assessment ins eigene Unternehmen holen

Wenn die Bewertung von Rechtsstreitigkeiten ausschließlich bei externen Kanzleien liegt, verlieren Hersteller häufig die Kontrolle über Prozesse und Kosten.

Durch die Verlagerung von Early-Case-Assessment-Fähigkeiten in die eigene Rechtsabteilung gewinnen Unternehmen:

  • Direkte Risikobewertung: Ein unmittelbares Verständnis der Stärken und Schwächen eines Falls
  • Höhere Kostenkontrolle: Bessere Budgetplanung durch frühzeitige Einschätzung der Komplexität
  • Strategische Flexibilität: Die Möglichkeit, Strategien an geschäftliche Prioritäten anzupassen
  • Wissenserhalt: Institutionelles Wissen, das zukünftigen Verfahren zugutekommt

Ein Legal-Technology-Partner, der interne Teams mit leistungsstarken ECA-Werkzeugen unterstützt, erkennt an, dass moderne Rechtsabteilungen ihre Zukunft selbst gestalten möchten. Die besten Partner stellen Technologien bereit, mit denen sich Rechtsstreitigkeiten als geschäftliche Entscheidungen mit einem kalkulierbaren Risiko-Ertrags-Verhältnis betrachten lassen.

Warum Datenkontrolle wichtiger ist denn je

Der vielleicht größte Vorteil der richtigen Legal-Technology-Partnerschaft liegt in der Kontrolle, die sie der Rechtsabteilung von Bosch zurückgibt.

Wenn Datenmanagement- und Analysefähigkeiten intern verfügbar sind:

  • Werden Entscheidungen schneller getroffen, ohne Verzögerungen durch Dritte
  • Wächst das institutionelle Wissen mit jedem Verfahren
  • Entstehen fallübergreifende Erkenntnisse, die externe Kanzleien möglicherweise übersehen
  • Werden rechtliche Strategien stärker an den Unternehmenszielen ausgerichtet

Datensouveränität stärkt die Fähigkeit der Rechtsabteilung, als echter Geschäftspartner des Unternehmens zu agieren.

Übereinstimmung der Innovationsphilosophie

Boschs Ansatz bei der Auswahl eines Legal-Technology-Partners ist eindeutig: Gesucht wird ein Partner, dessen Innovationsanspruch dem eigenen entspricht, der nachweisliche Stabilität bietet und den Rechtsteams echte Kontrolle sowie tiefere Einblicke ermöglicht.

Der richtige eDiscovery-Partner ist nicht nur ein Dienstleister – er ist ein strategischer Verbündeter, der dabei hilft, rechtliche Herausforderungen in Chancen für stärkere Geschäftsergebnisse zu verwandeln.

Wendy Cole

Wendy is a long-time legal technology and eDiscovery enthusiast. Having participated in many facets of the legal and legal technology industries, her broad range of experience spans from being on the front-line of eDiscovery projects as a civil litigator and eDiscovery counsel, to managing and marketing legal technology software and services for global organizations.