Genehmigung der EU-Kommission für E-Invoicing im B2B-Bereich bald auch in Deutschland

Bald ist es auch in Deutschland so weit: Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat bei der Europäischen Kommission eine Genehmigung für die Nutzung von elektronischen…

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Februar 06, 20233 min read

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Bald ist es auch in Deutschland so weit: Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat bei der Europäischen Kommission eine Genehmigung für die Nutzung von elektronischen Rechnungen im B2B-Bereich beantragt. Es gilt, die elektronische Rechnungsstellung für Unternehmen verbindlich vorzuschreiben. Dieser Schritt steht im Einklang mit den Bemühungen der EU, die Digitalisierung und den papierlosen Zahlungsverkehr voranzutreiben und gleichzeitig den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu verringern. Wann und wie ein E-Invoicing Mandat eingeführt wird, steht jedoch derzeit noch nicht fest.

Das vorgeschlagene Mandat würde alle Unternehmen in Deutschland dazu verpflichten, elektronische Rechnungen für alle B2B-Transaktionen zu nutzen. Dazu gehören die Erstellung, Übermittlung und Aufbewahrung von Rechnungen in einem elektronischen Format. Ziel ist es, den Rechnungsstellungsprozess zu rationalisieren und für die Unternehmen insgesamt effizienter zu gestalten. Die EU wird nun den Antrag Deutschlands prüfen und danach entscheiden, ob dieser Antrag auf verpflichtende elektronische Rechnungsstellung genehmigt wird. Falls ja, muss Deutschland einen konkreten Termin für die Umsetzung des Mandats festlegen. Es wird erwartet, dass dieses E-Invoicing Mandat in nicht allzu ferner Zukunft in Kraft treten wird.

Dieser Schritt hin zu dem vorgeschriebenen E-Invoicing ist nicht nur in Deutschland zu beobachten. In Italien wurde bereits eine ähnliche B2B-Verpflichtung eingeführt. Auch Frankreich und Polen werden voraussichtlich in Kürze ähnliche Maßnahmen einführen.

Die elektronische Rechnungsstellung bietet den Unternehmen zahlreiche Vorteile: eine höhere Effizienz, weniger Papierverbrauch und -kosten sowie eine verbesserte Datengenauigkeit. Außerdem können Rechnungen und Zahlungen in Echtzeit nachverfolgt werden. Dies kann den Unternehmen helfen, ihren Cashflow besser zu verwalten. Außerdem ist die elektronische Rechnungsstellung umweltfreundlicher als die traditionelle Rechnungsstellung auf Papier. Ein weiterer Vorteil: Durch ein bundesweites elektronisches Meldesystem für Rechnungen könnte die Betrugsanfälligkeit des Umsatzsteuersystems deutlich verringert werden. Gleichzeitig kann die Schnittstelle zwischen Verwaltung und Unternehmen modernisiert und entbürokratisiert werden.

Die Einführung dieser verpflichtenden elektronischen Rechnungsstellung birgt jedoch auch einige Herausforderungen für Unternehmen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Diese Unternehmen verfügen möglicherweise nicht über die Ressourcen oder die Technologie, um die elektronische Rechnungsstellung problemlos einzuführen. Sie benötigen möglicherweise Unterstützung bei der Umstellung auf das neue Verfahren.

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Manfred Ullrich ist Leads Solution Consultant und seit Januar 2017 im OpenText Business Network Team tätig. Er unterstützt Unternehmen dabei, Mehrwerte in für sie wichtigen Integrationsprojekten zu generieren. Auf Basis individueller Analysen entwirft er Lösungsarchitekturen für IT-Services, z.B. für E-Invoicing, Supply Chain-Digitalisierung sowie Kunden- und Partner-Onboarding-Programme.

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